Wenn Medien zum Problem werden – Mediensucht bei Kindern und Jugendlichen erkennen, verstehen und pädagogisch begleiten
Die drei Veranstaltungen bauen inhaltlich aufeinander auf und werden als Block an 3 Terminen angeboten.
10. September 2026 | 16:00 – ca. 18:00 Uhr
17. September 2026 | 16:00 – ca. 18:00 Uhr
23. September 2026 | 16:00 – ca. 18:00 Uhr
Teilnahmegebühr: 129,99 €
Digitale Medien sind ein selbstverständlicher Teil der Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen. Gleichzeitig beobachten viele pädagogische Fachkräfte zunehmend Situationen, in denen Mediennutzung zum Konfliktthema wird: exzessive Bildschirmzeiten, starke emotionale Reaktionen bei Einschränkungen, Rückzug aus sozialen Kontakten oder deutliche Veränderungen im Verhalten.
Im pädagogischen Alltag stellt sich daher häufig die Frage: Wann handelt es sich noch um eine intensive, aber normale Nutzung – und wann beginnen problematische Entwicklungen?
Diese dreiteilige Fortbildungsreihe vermittelt pädagogischen Fachkräften ein fundiertes Verständnis für Medienverhalten bei Kindern und Jugendlichen sowie konkrete Handlungsmöglichkeiten für den schulischen und pädagogischen Alltag.
Sie lernen, Warnsignale frühzeitig zu erkennen, medienbezogene Verhaltensmuster fachlich einzuordnen und angemessen darauf zu reagieren. Gleichzeitig erhalten Sie praxisnahe Strategien, um Kinder und Jugendliche bei einem gesunden Umgang mit digitalen Medien zu unterstützen.
Darüber hinaus wird thematisiert, wann pädagogische Unterstützung an ihre Grenzen stößt und wie Fachkräfte Kinder und Familien sensibel auf weiterführende therapeutische Unterstützung vorbereiten können.
Die drei Veranstaltungen bauen inhaltlich aufeinander auf und finden in 3 aufeinanderfolgenden wöchentlichen Terminen statt.
Teil 1
Mediensucht erkennen – Warnsignale verstehen und frühzeitig handeln
10. September 2026 | 16:00 – ca. 18:00 Uhr
Viele Kinder und Jugendliche verbringen einen großen Teil ihres Alltags mit digitalen Medien. Für pädagogische Fachkräfte stellt sich daher zunehmend die Frage, wann intensive Nutzung noch Teil einer normalen Entwicklung ist – und wann erste riskante Muster entstehen.
In dieser Veranstaltung lernen Sie, typische Warnsignale problematischer Mediennutzung frühzeitig zu erkennen und medienbezogenes Verhalten fachlich einzuordnen.
Inhaltliche Schwerpunkte
• Unterschied zwischen intensiver Nutzung und problematischem Medienverhalten
• Frühwarnzeichen für Mediensucht erkennen
• Psychologische Dynamiken digitaler Medien verstehen
• Beobachtungskriterien für Schule und pädagogischen Alltag
• Gesprächseinstiege mit Kindern und Jugendlichen
Teil 2
Mediensucht – Selbsthilfestrategien für Schüler stärken
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September 2026 | 16:00 – ca. 18:00 Uhr
Wenn Mediennutzung zunehmend zum Problem wird, brauchen Kinder und Jugendliche Unterstützung dabei, ihr Verhalten besser zu regulieren.
In dieser Fortbildung lernen Sie, wie pädagogische Fachkräfte Schüler dabei begleiten können, einen bewussteren Umgang mit digitalen Medien zu entwickeln.
Inhaltliche Schwerpunkte
• Selbstregulation im Umgang mit digitalen Medien fördern
• Gesprächsstrategien mit Kindern und Jugendlichen
• Mediennutzung reflektieren und sichtbar machen
• Motivation zur Verhaltensveränderung unterstützen
• Pädagogische Begleitung bei Medienkonflikten
Teil 3
Wenn pädagogische Unterstützung nicht mehr ausreicht – Vorbereitung auf therapeutische Hilfe
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September 2026 | 16:00 – ca. 18:00 Uhr
In manchen Fällen reichen pädagogische Maßnahmen nicht mehr aus, um problematische Mediennutzung zu verändern.
In dieser Veranstaltung geht es darum, Warnsignale für eine mögliche Abhängigkeitsentwicklung zu erkennen und sensibel mit betroffenen Kindern, Jugendlichen und Familien umzugehen.
Inhaltliche Schwerpunkte
• Abhängigkeitsentwicklung bei Mediennutzung erkennen
• Grenzen pädagogischer Intervention verstehen
• Gespräche mit Eltern und Jugendlichen führen
• Übergänge zu therapeutischer Unterstützung gestalten
• Kooperation zwischen Schule, Jugendhilfe und Therapie
Zielgruppe
Schulbegleitungen
Lehrkräfte
Pädagogische Fachkräfte
Sozialarbeiter:innen
Multiprofessionelle Teams
Materialien
Präsentation (PDF)
(Standardisiertes Notiz-Handout wird durch den Veranstalter bereitgestellt.)
Eine Teilnahmebescheinigung wird Ihnen nach erfolgreicher Teilnahme per Post zugeschickt.
Die Durchführung erfolgt ab einer Mindestteilnehmerzahl von 8 Personen.
Kurzvita der Referentin
Nina Franz ist approbierte Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin. In ihrer therapeutischen Arbeit begleitet sie Kinder, Jugendliche und Familien bei psychischen Belastungen und Verhaltensproblemen. Ein besonderer Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt auf den Auswirkungen digitaler Medien auf die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen sowie auf der Unterstützung von Familien und pädagogischen Fachkräften im Umgang mit problematischer Mediennutzung.